Förderung und Finanzierung 2026: So wird der Heizungs- und PV-Umstieg erschwinglich

Die eigene Heizung erneuern, Strom selbst erzeugen und speichern – klingt gut, aber auch teuer? Wir haben die aktuelle Förderlandschaft in Österreich durchforstet (Stand: Februar 2026) und zeigen dir, wie du beim Heizungstausch und PV-Umstieg bares Geld sparst. Bundesförderung und Landesförderung lassen sich in den meisten Fällen clever miteinander kombinieren.

Viele Hauseigentümer:innen fragen sich zu Recht: Kann ich mir den Umstieg auf erneuerbare Energie leisten? Welche Förderungen gibt es 2026? Und wie kombiniere ich sie am schlauesten?

Eines vorweg: Auch wenn die Förderquoten seit 2024 teilweise gesunken sind – 2026 lohnt sich der Umstieg nach wie vor. Der Bund und die Bundesländer stellen erneut ordentlich Geld bereit, und die Tendenz zeigt: Wer wartet, riskiert, dass die Töpfe weiter schrumpfen. Das Beste daran: Bundesförderung und Landesförderung lassen sich in den meisten Fällen clever miteinander kombinieren. Wer das richtig nutzt, kann bei einer typischen Einfamilienhaus-Anlage mehrere tausend Euro an Zuschüssen mitnehmen – in manchen Bundesländern sogar bis zu 60 % der Investitionskosten.

In diesem Beitrag zeigen wir dir die wichtigsten Fördertöpfe auf Bundes- und Landesebene: einmal für den Heizungstausch (raus aus Öl und Gas, rein in die Wärmepumpe) und einmal für Photovoltaik und Stromspeicher. Am Ende erfährst du, wie du Zuschüsse und Finanzierung so kombinierst, dass der Umstieg nicht zur unnötigen Belastung wird.


Teil 1: Heizungstausch – Bundesförderung und Landesförderungen

Bundesförderung Kesseltausch (gilt für ganz Österreich)

Wer eine fossile Heizung (Öl, Gas, Kohle oder Strom-Direktheizung) durch eine Wärmepumpe oder ein anderes erneuerbares Heizsystem ersetzt, erhält vom Bund einen pauschalen Zuschuss:

MaßnahmeZuschuss
Kesseltausch auf Wärmepumpe€ 7.500
Bohrbonus (Sole/Wasser-WP mit Tiefenbohrung)+ € 5.000
Solarbonus (thermische Solaranlage ≥ 6 m²)+ € 2.500
„Sauber Heizen für Alle” (einkommensschwache Haushalte)bis 100 % der Kosten

Die Bundesförderung ist mit max. 30 % der förderfähigen Investitionskosten gedeckelt und lässt sich grundsätzlich mit allen Landesförderungen kombinieren.

Wichtig: Die Registrierung erfolgt online über sanierungsoffensive.gv.at und muss bis spätestens 31.12.2026 stattfinden. Danach hast du 9 Monate Zeit für die Antragstellung. Förderfähig sind Leistungen ab dem 03.10.2025. Eine kostenlose Energieberatung vor Antragstellung ist Pflicht – die gibt’s über die jeweilige Landesstelle.


Landesförderungen für den Heizungstausch: So viel gibt’s in deinem Bundesland

Hier wird’s richtig spannend, denn die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind enorm. Wir haben alle neun Bundesländer für dich durchleuchtet:

Die Top 3 für den Heizungstausch 2026

Tirol – bis zu ca. € 18.000 (rund 60 % Förderquote) Tirol bietet die höchste Förderquote Österreichs. Neben einem Einmalzuschuss von 25 % der förderfähigen Kosten gibt es einen Extra-Bonus von € 3.000 für den Tausch einer fossilen Heizung. Alternativ steht ein Annuitätenzuschuss von 35 % zur Verfügung. Wer also eine Ölheizung ersetzt und rund € 30.000 investiert, kommt mit Bund + Land auf bis zu € 18.000 Förderung.

Wien – bis zu ca. € 15.500 (rund 52 %) Die Stadt Wien fördert mit 35 % der förderbaren Kosten, maximal € 8.000 als Landeszuschuss. Kombiniert mit der Bundesförderung von € 7.500 ergibt das bis zu € 15.500 – die großzügigste Einzelförderung als Landesbetrag.

Kärnten – bis zu ca. € 11.700 (rund 39 %) Kärnten gewährt eine Pauschale von € 3.000 als Anschlussförderung zur Bundesförderung plus einen Solarthermie-Bonus von € 1.500. Dazu kommt für Kelag-Kunden eine Wärmepumpen-Prämie von € 1.200. Achtung: Die Landesförderung wurde 2026 von € 6.000 auf € 3.000 halbiert und die Gesamtförderung ist bei 85 % der Kosten gedeckelt.

Alle Bundesländer im Überblick

BundeslandLand (max.)Bund + LandQuote
Tirol€ 10.500 (25 % + € 3.000 Bonus)ca. € 18.000ca. 60 %
Wien€ 8.000 (35 % der Kosten)ca. € 15.500ca. 52 %
Kärnten€ 3.000 + € 1.200 Kelagca. € 11.700ca. 39 %
Burgenlandbis € 3.500 (30 %)ca. € 11.000ca. 37 %
Salzburg€ 3.000 (40 %-Deckel)ca. € 10.500ca. 35 %
Vorarlbergbis € 3.000 (Sole/Wasser)ca. € 10.500ca. 35 %
Oberösterreich€ 1.700 – € 2.800ca. € 9.200 – € 10.300ca. 31–34 %
Steiermark€ 0 (ausgesetzt)€ 7.50025 %
Niederösterreich€ 0 (nur Annuität)€ 7.50025 %

Basis: Ölheizungsersatz durch Wärmepumpe, Bestandsgebäude, Projektkosten € 30.000.

Gut zu wissen: Bei einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung kommen bundesweit € 5.000 Bohrbonus dazu. Wer gleichzeitig eine thermische Solaranlage (≥ 6 m²) installiert, sichert sich den Solarbonus von € 2.500 vom Bund – in Kärnten gibt’s obendrauf sogar noch € 1.500 vom Land.


Detailinfos zu deinem Bundesland

Die genauen Anforderungen und Fristen unterscheiden sich je nach Bundesland. Hier die wichtigsten Anlaufstellen:

Tipp: Die Förderlandschaft kann sich im Laufe des Jahres verändern – Budgets sind begrenzt und Richtlinien werden angepasst. Es lohnt sich, die offiziellen Seiten regelmäßig zu checken und rechtzeitig aktiv zu werden.


Teil 2: Photovoltaik und Stromspeicher – EAG-Investitionszuschuss 2026

Neben dem Heizungstausch bleibt auch die Photovoltaik ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit. Der wichtigste Fördertopf dafür ist der EAG-Investitionszuschuss nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz.

Fördercall-Termine 2026:

  • 1. Call: 23. April bis 11. Mai 2026
  • 2. Call: 16. Juni bis 30. Juni 2026
  • 3. Call: 8. Oktober bis 22. Oktober 2026

Wie hoch sind die Zuschüsse?

PV-AnlagenFörderung
PV bis 10 kWpeak150 €/kWpeak
PV 10–20 kWpeak140 €/kWpeak
PV 20–100 kWpeakbis zu 130 €/kWpeak
PV 100–1.000 kWpeakbis zu 120 €/kWpeak
StromspeicherFörderung
Bis max. 50 kWh150 €/kWh

Achtung – zwei wesentliche Dinge sind bei der Antragstellung zu beachten:

  1. Die EAG-Förderung für Stromspeicher gilt nur in Kombination mit einer PV-Anlage (Neuanlage oder Erweiterung) – nicht für reine Speicher-Nachrüstungen ohne neue PV-Module.
  2. Der Antrag muss vor der Inbetriebnahme gestellt werden. Also: erst Antrag einreichen, dann installieren lassen. Formulare und weitere Infos gibt’s bei der EAG-Abwicklungsstelle.

Landesförderungen für PV und Speicher

Auch bei PV und Stromspeicher vergeben einige Bundesländer zusätzliche Zuschüsse, die mit der Bundesförderung kombinierbar sind:

BundeslandPV/Speicher-Förderung
KärntenNeuerrichtung/Erweiterung von PV-Anlagen und Stromspeichern
OberösterreichErstmalige Errichtung von PV-Solaranlagen
SalzburgPV und Stromspeicher ab 01.01.2026 nicht mehr gefördert
TirolNeuerrichtung/Erweiterung von Stromspeicheranlagen; PV bis 55 % der Kosten (Sanierung)
WienErrichtung/Erweiterung von PV-Anlagen und elektrischen Speichern; spezielle Gründach-/Flugdachförderung

Teil 3: Finanzierung – Zuschüsse und Kredite clever kombinieren

Dank der genannten Zuschüsse reduziert sich der Investitionsbedarf deutlich. Aber auch der verbleibende Eigenanteil lässt sich häufig günstig finanzieren. Viele Banken und Förderstellen – etwa die Wohnbauförderung – bieten zinsgünstige Förderkredite an, die sich mit den Zuschüssen kombinieren lassen:

Beispiel Heizungstausch (Tirol):

PostenBetrag
Wärmepumpe inkl. Installationca. € 30.000
Bundeszuschuss Kesseltausch− € 7.500
Landeszuschuss Tirol (25 % + Bonus)− € 10.500
Noch zu finanzieren€ 12.000

Beispiel PV + Speicher (Wien):

PostenBetrag
PV-Anlage inkl. Speicherca. € 20.000
Bundeszuschuss (EAG)− € 3.000
Landeszuschuss Wien− € 1.500
Noch zu finanzieren€ 15.500 – ideal für einen günstigen Förderkredit

Wichtig: Bevor du finanzielle Verpflichtungen eingehst, sollte der Zuschuss offiziell genehmigt sein. So beugst du bürokratischen und finanziellen Problemen vor.


Fazit: Jetzt umsteigen – bevor die Förderungen weiter sinken

Ob Heizungstausch, PV-Anlage oder beides zusammen: Auch wenn die Förderquoten 2026 nicht mehr ganz das Niveau von 2024 erreichen, bleibt der Umstieg auf erneuerbare Energie finanziell gut unterstützt. In Tirol kann sich eine Familie beim Wärmepumpen-Einbau immer noch bis zu 60 % der Kosten fördern lassen. Selbst in Bundesländern ohne Landesförderung deckt der Bund mit € 7.500 einen ordentlichen Teil ab. Warten lohnt sich aber selten – die Tendenz zeigt eher in Richtung sinkender Förderungen, nicht steigender.

Was sich in jedem Fall lohnt:

  • Rechtzeitig informieren: Fördertöpfe sind budgetiert – wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
  • Energieberatung nutzen: In den meisten Bundesländern kostenlos und für die Bundesförderung sogar Pflicht.
  • Bund und Land kombinieren: Die meisten Landesförderungen sind mit der Bundesförderung kombinierbar.
  • Förder-Calls beachten: Bei PV und Speicher gibt es feste Einreichfristen (April, Juni, Oktober 2026).
  • Erst beantragen, dann bauen: Vor allem bei der EAG-Förderung muss der Antrag vor der Inbetriebnahme stehen.

Am Ende winken langfristige Kostenersparnis und schrittweise Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen. Und gut zu wissen: Joulzen bietet Wärmepumpe und intelligenten Wärmespeicher als Gesamtsystem an. Die genannten Förderungen für den Heizungstausch lassen sich dabei fast gänzlich auch auf die Kosten des Joulzen-Speichers anwenden – du bekommst also nicht nur die Wärmepumpe gefördert, sondern auch den Speicher, der dein Heizsystem erst richtig smart und effizient macht.


Du hast Fragen zur Förderung oder willst wissen, wie Joulzen in dein Energiesystem passt? Schreib uns – wir helfen dir gerne weiter.

Verfasst von Isabella Walser-Bürgler

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